Ratgeber



Sommerzeit – Ferienzeit: Die homöopathische Reiseapotheke

Sommerfrische in den Bergen oder Entspannen am Strand – mit einer gut sortierten homöopathischen Reiseapotheke können Sie entspannt in die wohlverdienten Ferien starten. Gerade im Urlaub ist es doch so, dass wir bei kleineren Beschwerden ungern sofort den Arzt aufsuchen. Mit meiner homöopathischen Reiseapotheke sind Sie für "den Fall der Fälle" im Urlaub gut gerüstet.


Lesen Sie hier, welche in meiner Praxis bewährten homöopathischen Arzneien unbedingt in Ihre Reiseapotheke gehören und wie diese im Sinne einer Ersthilfe anzuwenden sind.


Aconitum napellus C 30

Panikgefühle vor dem Flug, Angst nach Unfällen oder plötzliche Schreckerlebnisse sind hier auslösende Situationen für Aconitum-Zustände. Der Patient ist auch körperlich fahrig, läuft unruhig umher und ist nervös. Nach einem Schockerlebnis wie z.B. einem Diebstahl sitzt ihm der Schreck "in den Knochen".


Apis mellifica D 12

Insektenstiche, besonders Bienenstiche mit einer rosigen Schwellung, die Bissstelle ist warm. Warme Anwendungen und Sonne werden als unangenehm auf der Wunde empfunden, kalte Anwendungen dagegen sind schmerzlindernd und angenehm.


Arnica montana C 200

Arnica ist ein sogenanntes "Erstmittel". Es ist sehr hilfreich direkt nach einem Unfall, einer Verletzung, Prellung, einem Schlag oder Sturz. Charakteristisch ist, dass der Verletzte sich der Schwere seiner Verletzung oft nicht bewusst ist und ärztliche Behandlung zunächst ablehnt. Arnica stoppt Blutungen und wirkt schmerzlindernd sowie abschwellend.


Arsenicum album C 30

Magen-Darm-Infekte sowie Nahrungsmittelvergiftungen durch verdorbenes Fleisch, Fisch aber auch andere Nahrungsmittel sind hier die Indikationen. Der Patient hat starke Übelkeit, Schwäche, Erbrechen oder stinkenden, wässrigen Durchfall, bzw. beides kann gleichzeitig auftreten. Den Anblick und Geruch von Speisen empfindet der Patient als ekelerregend.


Belladonna C 30

Sonnenstich mit Blutfülle, d.h. Blutandrang zum Kopf, mit rotem, warmen Gesicht und pochenden, pulsierenden Kopfschmerzen. Erstmittel bei Entzündungen und Fieberzuständen. Der Patient ist empfindlich gegen Licht, Geräusche und sogar Erschütterungen, so hält er sich z.B. den Kopf beim Gehen.


Cantharis versicatoria D 12

Verbrennungen mit Blasenbildung, wie z.B. Sonnenbrand, Verbrennungen 2. Grades. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Blasenentzündungen mit häufigem Harndrang, viel Brennen und wenig Urinabgang. Die Schmerzen nehmen zu, sobald sich die Blase wieder füllt.


Cocculus indicus D 12

Übelkeit in Fahrzeugen, Übelkeit auf Schiffen, bewährt bei Reisekrankheit von Kindern.


Hypericum perfoliatum

Potenz C 30: Verletzung von nervenreichen Körperteilen; beispielhaft und sehr klassisch ist hier der in der Tür eingeklemmte Finger zu nennen.

Potenz D 6: bei Sonnenallergie


Ledum Palustre C 30

Insektenstiche, Wunden oder auch Blutergüsse die sich kalt anfühlen.


Nux vomica D 12

Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss, Überessen, krampfartige Schmerzen nach dem Essen mit dem Wunsch sich zu entleeren, was aber nicht funktioniert.


Staphisagria C 30

Schnittverletzungen, glatte Schnitte, z.B. dadurch, dass man am Strand in eine Scherbe getreten ist. Stoppt die Blutung, wirkt schmerzlindernd und wundheilungsfördernd bei Folgen von Schnittverletzungen.


Urtica urens C 30

Verbrennungen ersten Grades, wie z.B. ein leichter Sonnenbrand. Insektenstiche, Nesselsucht, die sich dadurch auszeichnen, dass es kribbelt und brennt wie nach dem Kontakt mit Brennnesseln. Entgegen Cantharis nur leichte bzw. kleine frieselige Quaddeln oder Blasen auf der Haut.


Calendula officinalis

Neben herkömmlichen Desinfektionssprays ist Calendula Urtinktur bei Verletzungen und Schürfwunden sehr bewährt. Es desinfiziert, fördert eine gute Wundheilung und mindert die Gefahr unschöner Narbenbildung. 20 Tropfen der Urtinktur auf 100 ml Alkohol und 60 ml physiologischer Kochsalzlösung.


Wichtig – Die Dosierung:

Bitte beachten Sie, dass die zu den Arzneien teilweise genannte Potenz C 30 die höchste der kleinen Potenzen, bzw. die kleinste der Hochpotenzen ist. Dies bedeutet einerseits, dass sie viel kräftiger wirkt als die kleinen D-Potenzen, andererseits aber auch folgende Einnahmeempfehlung unbedingt zu beachten ist:

Wenn Sie eine Arznei in der Potenz C 30 verwenden, lösen Sie 5 Globuli in 200 ml stillem Mineralwasser auf. Dazu verwenden Sie am besten einen Behälter mit Verschluss. Vor jeder Arzneigabe schütteln Sie den Behälter 10 mal kräftig. Eine Arzneigabe entspricht einem kleinen Schluck. Die Häufigkeit der Wiederholung hängt von der Schwere der Erkrankung und dem Zustand des Patienten ab.

Beachten Sie, dass in der Homöopathie der Grundsatz "weniger ist mehr" gilt. Die Potenz C 200 von Arnica ist ohne tiefere Kenntnis der Grundsätze der Homöopathie als Einmalgabe gedacht.

Bei den niedrigen D-Potenzen verwenden Sie die Arzneien als Globuli, 5 Stück je Gabe. Bereits bei einer Einnahmehäufigkeit von 3-5mal täglich ist gut zu erkennen, ob die von Ihnen gewählte Arznei lindernd wirkt.

Bitte beachten Sie, dass die Selbstmedikation selbstverständlich nicht den Gang zum Heilpraktiker oder Arzt ersetzt.


Ich wünsche Ihnen einen schönen und erholsamen Urlaub, bleiben Sie gesund!

Herzlich, Ihre

Rosemarie Scholz






PRAXIS FÜR KLASSISCHE HOMÖOPATHIE
ROSEMARIE SCHOLZ

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